Melanie Dürr - die Mobile MFA: Vielseitige Unterstützung und Visionen für die Zukunft der Arztpraxen

Melanie Dürr - die Mobile MFA: Vielseitige Unterstützung und Visionen für die Zukunft der Arztpraxen

1. Welche Tätigkeiten übernimmst Du als mobile MFA? Wie kannst Du den Ablauf in den Arztpraxen unterstützen?

Ich übernehme grundsätzlich alle Tätigkeiten, die eine MFA machen kann und sollte. Von Labortätigkeiten über Untersuchungen wie EKG etc. über Verbandswechsel bis zur OP Assistenz kann ich alles abdecken. Gerne auch alle Verwaltungsaufgaben wie Anmeldung, Telefon, Email, etc. sowie auch abrechnungsrelevante Tätigkeiten kann ich abdecken. Durch meinen Röntgenschein kann ich auch diesen Bereich mit bedienen.

 

2. Wie kamst Du zur Selbstständigkeit und gab es Hürden? Wenn ja, wie hast Du diese gemeistert?

Die Idee zur Selbstständigkeit kam mir schon seit 2015. Nachdem ich meinen  Praxismanager gemacht habe und selbst eine Praxis geleitet hatte. Dort gab es schon das erste Mal "Personalmangel", den ich selbst immer wieder versucht habe irgendwie abzudecken und zu organisieren - bei Urlaub oder bei Krankheit von Mitarbeiterinnen. Und so entstand die Idee. Es muss doch mal jemanden geben, der sowas anbietet. Den Mut dazu gaben mir Fachkollegen, die ich kennengelernt habe, die auch den Schritt in Selbstständigkeit gewagt haben und letztendlich die Absicherung eines Gründerzuschusses.

 

Hürden gab es ehrlich gesagt wenig. Denn ich hatte ein Gründercoaching bekommen und somit wurde der Weg erleichtert. Die größte Hürde war ich selbst. Ich musste mir immer wieder Mut machen und habe ganz oft gezweifelt. Aber ich bekam immer wieder ganz viel Rückhalt durch meine Familie und Freunde und auch meine Coaches von der Gründerhilfe Hessen haben mir immer wieder die Zweifel genommen. 

 

3. Wie gestaltet sich für Dich die Arbeit mit verschiedenen Praxismanagement-Systemen, und was ist erforderlich, um einen nahtlosen Einsatz zu gewährleisten?

Kein Problem. Klar muss muss man sich kurz einarbeiten, aber im Prinzip sind die Systeme nicht komplett anders und man kommt schnell rein. Erforderlich ist es, dass man auch die anderen Systeme verstanden hat und schnell lernfähig ist. 


4. Inwiefern beeinflusst Deine Anwesenheit die Patientenzufriedenheit in den verschiedenen Praxen?

Die Patienten nehmen mich sehr gut auf und auch die finden es spannend und merken, dass der Ablauf reibungsloser läuft, da eben 1 Kraft mehr da ist und mithilft. Und vor allem auch Erfahrung hat. 

 

5. Welche langfristigen Vorteile ergeben sich für die Praxen durch deine flexible Unterstützung?

Sie können immer wieder auf mich zurückgreifen und wissen, wenn sie mich erstmal gebucht haben, dann bin ich immer wieder schnell drin und es müssen nicht wieder neue Kolleginnen angelernt werden, was ja auch Zeit und nerven kostet. Und ich bin sehr zuverlässig, da jeder Krankheitstag mein Geld kostet und nicht das der Praxis. 

 

6. Gibt es eine besondere Anekdote aus deiner Tätigkeit als mobile MFA, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist und die du gerne teilen möchtest?

Ich glaub, das wohl skurrilste war das Fotoshooting, als ich für die Ärztezeitung in meiner 2. Praxis Bilder machte. Der Fotograf kam mit voller Montur (Lichtschirm, riesen Fotoapparat etc.) und baute während der Sprechstunde seine Sachen auf. Und ich sollte vor dem Wartezimmer die Tür reinlaufen und ein Blitzlichtgewitter überrannte mich. Ich kam mir vor, wie auf einem "CATWALK" für MFA´s. Es war so peinlich und ich musste noch dabei schön lächeln. Die Patienten waren irritiert und fragten, ob sie hier richtig sind in der Praxis ;-) 


7. Wie sieht Deine langfristige Vision aus?

Meine Vision ist es, dass noch mehr Anfragen kommen und ich mehr bekannt werde. Wenn ich merke, ich kann die Praxen nicht mehr alleine bedienen, würde ich mich über meine eigene Agentur freuen, welche noch mehr "Mobile MFA´s" in die Welt schickt und somit die Arztpraxen unterstützt. 

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